Nairobi und das Herz Kenias
Nairobi ist kosmopolitisch und dynamisch, von den Reisenden nicht ganz zu Unrecht "Nairobbery" genannt wegen des großen Sicherheitsproblems. Trotzdem sehr sehenswert: das Regierungsviertel, das Snakemuseum, National Museum und ein Muss: eine Einkehr im kolonialen Stanley Hotel und im Norfolk Hotel. In Bomas of Kenya, einem Freilichtmuseum werden Tänze der verschiedensten kenianischen Kulturen aufgeführt. Ein anderes beliebtes Ausflugsziel ist das Langata Giraffe Centre mit den berühmten Rothschild Giraffen. Man kann von einem Holzgestell aus die Tiere "Auge in Auge" füttern. Vor der Kulisse der Hochhäuser der Stadt findet man im Nairobi National Park mit Ausnahme von Elefanten fast das ganze Spektrum der afrikanischen Wildtiere, sogar die sehr seltenen Spitzmaulnashörner. Ebenfalls lohnende Ziel sind der Ostrich Park mit seinen Straußen und das Karen Blixen Museum und Farmhaus aus dem berühmten Film "Jenseits von Afrika". Ca. 30 km südwestlich von Nairobi, in den Ngong Hügeln findet man das Grab, das Karen Blixen für ihren abgestürzten Geliebten errichten ließ. Ein Ausflug lohnt sich alleine schon wegen der Aussicht bis zum Rift Valley.
Südlich von Nairobi trifft man auf eine Ausgrabungsstätte prähistorischer Zeit Olorgesailie Prehistoric Site. Heiß und unwirtlich präsentiert sich Lake Magadi, heiße Quellen schleudern unterirdisches Wasser empor, das an der Oberfläche verkrustet. Trotzden findet man hier viele Flamingoschwärme und andere Vogelarten.
Westlich von Nairobi zieht sich ein prähistorischer Riss vom Jordan bis nach Mosambique: das Rift Valley. Es ist eine Welt voller Kontraste: der papyrusumsäumte Lake Naivasha liegt in abwechslungsreicher Landschaft, gilt als schönster der Seen und bietet Vogelarten in Hülle und Fülle. Nicht weit entfernt liegt der Hells Canyon National Park, ein Rift Valley in Miniatur. Gute Aussichten hat man vom Mt. Longonot Vulkan. Ein Aufstieg mit Umrundung dauert ca. 5-6 Stunden. Die zweitweilig zwei Millionen Flamingos vom Lake Nakuru bilden einen lebenden Teppich auf dem Salzsee, in dieser Gegend findet man auch Rothschild Giraffen, Löwen, Leoparden und Spitzmaulnashörner. Das kleine Museum von Hyrax Hill Prehistoric Site präsentiert wichtige Funde aus der jahrtausende alten Besiedlungsperiode. Sehenswert sind auch die Geysire von Bogoria, die Krokodile und Hippos von Baringo und im Norden der mächtige Lake Turkana, Heimat der größten Krokodilpopulation der Welt.
Nördlich von Nairobi liegt der Mt. Kenya National Park, Afrikas zweithöchste Erhebung, fast in der Mitte des Landes gelegen, und überragt mit seinen Eiskappen die Central Highlands. Hier findet man in feuchten Nebel gehüllte, bizarre Riesenkrautgewächse und rauschende Wasserfälle, am spektakulärsten sind wohl die Thomsons Falls. Die Landschaft des Aberdare National Park besteht aus nebeligen Hochmooren und Hochwäldern mit vielfältige Flora und Fauna. Sehenswert sind auch die 300m hinabstürzenden Gura Fälle. Mit etwas Glück lassen sich hier Panther, Elefanten, Nashörner und Antilopen beobachten. der Meru National Park ist ein unberührtes Paradies: in seinen Wäldern, Sümpfen und Savannen leben die Big 5, Zebras, Gazellen, Geparden, Leoparden, Warzenschwine, Krokodile und Flusspferde. Auch die Vogelwelt ist reichlich vertreten.
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