Mombasa - das Tor zu den nördlichen und südlichen Küstenparadiesen
Mombasa ist eine Inselstadt, deren Fort und Hafen die Bühne für jahrhundertelange turbulente Geschichte war. Die zahlreichen architektonischen Überreste aus der Zeit der reichen Swahili Kultur erinnern an die arabischen und persischen Kaufleute, die an die Küsten Afrikas kamen, um mit Sklaven, Elfenbein, Gewürzen und Edelsteinen zu handeln. Guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die engen Gassen der malerischen Altstadt mit dem orientalischen Ambiente ist Fort Jesus mit seinem sehenswerten Museum, erbaut von den Portugiesen zum Schutz gegen arabische Angreifer. Im Dhow Harbour findet man immer noch die traditionellen, orientalischen Segelschiffe, die auch heute noch den indischen Ozean durchqueren.
Südküste: Durch Kokospalmen, Mango-und Cashewnussplantagen erreicht man die berühmten weissen Sandstrände Shelley Beach, Tiwi Beach und Diani Beach, Kenias Bilderbuchstränden. Neben Golf werden alle Arten von Wassersport angeboten: schnorcheln und tauchen in herrlichen Korallenriffen, Hochseefischen, Ausflüge mit Glasbodenbooten zu den vorgelagerten Inseln Chale Island und Msambweni. Funzi Island mit phantastischen Tauchrevieren ist nicht nur ein El Dorado für Vogelbeobachter, sondern auch ein Geheimtipp für Hochzeitsreisende. Bei Wasini Island im Kisite Mpunguti Marine Nationalpark kommen Schnorchler und Taucher voll auf ihre Kosten, das Meeresschutzgebiet mit Korallenfischen, Schildkröten, Delfinen und Korallengärten offenbart eine sagenhafte Unterwasserwelt. Oder wie wäre es mit einer Nachtwanderung durch Jadini Forest, einem Überbleibsel des wuchernden Regenwaldes? Shimba Hills , nur 40 km südwestlich von Mombasa, ist ein Refugium von der Hitze und Schwüle der Küste, ein Park mit Dschungelcharakter, ein Reservat, das sich gut für Wanderungen eignet, hier findet man die etwas kleineren Waldelefanten, Antilopen und Schmetterlinge. Mnarani, eine Ruinenstadt aus dem 14. Jh. oder Gedi, letztere wohl Kenias berühmteste Ruinenstadt, geheimnisumwoben und vom Dschungel umwuchert sind ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Swahili Kultur.
Nordküste: Von Nyali Beach in Mombasas Nobelvorort aus ist es nur ein Katzensprung zum Mamba Crocodile Village mit rund 10000 Echsen inmitten eines botanischen Gartens gelegen, oder zum Bombolu Craft Centre und Freilichtmuseum, das einen interessanten Einblick in das Leben der kenianischen Stämme bietet. Das Bamburi Nature Project ist eine ökologische Landwirtschaft, die sich selbst trägt und Arbeitsplätze schafft. Rund 20 km nördlich von Mombasa findet man Jumba La Mtwana, die Reste eines Ruinenfeldes aus dem 14. Jh. Der Ort wurde im 16. Jh. aus unbekannten Gründen verlassen.
Die Traumstrände von Watamu: Turtle Bay, Blue Lagoon und Watamu Bay mit dem Marine National Park sind fast noch eindrucksvoller als der nördlich gelegene Malindi Marine National Park. Malindi selbst ist heut fest in Hand des Pauschaltourismus, das Ortsbild bietet fast nichts mehr von der langen Geschichte der Stadt, zu den Sehenswürdigkeiten zählen eine Schlangenfarm, eine Falknerei, der Fischmarkt, die Juma Moschee, die portugiesische Kapelle und das Vasco-Da-Gama Cross, ein Denkmal an die Landung der Portugiesen. Ca. 14 km ausserhalb Malindis liegt das Fischerdorf Mambrui mit verschiedenen historischen Überresten und Marafa mit "Hells Kitchen", einem kleinen Canyon, der in der Abendsonne in den schönsten Farben leuchtet. Die weit verzweigte Mangrovenlandschaft des Tana Deltas ist Heimat zahlreicher Vogelarten, Flusspferde, Antilopen, Krokodilen und Primatenarten. Lamu im äussersten Norden Kenias ist ein tropisches Paradies, eine Insel mit geheimnisumwobener Geschichte, eine Reise in die Geheimnisse des Orients. Das Stadtbild von Stonetown, seit 2001 Weltkulturerbe, ist geprägt durch pittoreske, eng verwinkelte Gassen und der Architektur der Swahili Häuser, meist aus dem 18. Jh. Der Prunk früherer Zeiten zeigt sich an den geschnitzen Haustüren und Balkonen. Ausser auf Zanzibar hat sich die traditionelle Lebensweise und Bauweise nirgends so erhalten wie hier, in Kenias ältester und fast ausschliesslich von Moslems bewohnten Siedlung.Ungewöhnlich:das "donkey sanctuary", eine Stiftung für alte und kranke Esel. Ausflüge zum Dörfchen Matondoni, früher Zentrum des Dhowbaus, eine Dhowfahrt nach Manda Island mit den Takwa Ruins, den Resten von ca. 100 Häusern aus Lehm und Korallstein oder eine Bootstour nach Pate Island, kaum touristisch erschlossen, oder im Nordosten Lamus zum Kiwayu Island mit dem Kianga Marine National Park mit fantastischen Tauchgründen.
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